Du kommst zum Auto und siehst den Fleck. Ärgerlich? Ja. Gefährlich? Absolut. Vogelkot ist der natürliche Feind #1 für deinen Lack.

1. Warum "später wegmachen" keine Option ist

Vogelkot enthält Pankreatin (ein Verdauungsenzym) und Harnsäure (pH-Wert 3-4). In Kombination mit UV-Strahlung (Sonne) wirkt das wie ein Brennglas.
Der Lack dehnt sich durch Hitze aus, die Säure dringt ein. Wenn der Lack abkühlt, zieht er sich zusammen und schließt die Verätzung ein. Das Ergebnis: Ein matter, rissiger Fleck, der sich mit einfacher Handpolitur oft nicht mehr entfernen lässt.

2. Das Notfall-Kit

Lege dir immer eine Flasche Wasser und ein Paket Taschentücher (oder besser: ein Mikrofasertuch) in den Kofferraum.

3. Die Entfernung (Ohne Kratzer)

Der größte Fehler: Trocken wegwischen. Vogelkot enthält oft Sand (Vögel fressen Steine für die Verdauung). Wer reibt, schmirgelt.

🧻 Der Einweich-Trick

Ist der Kot schon hart? Lege ein nasses Taschentuch oder Zewa vorsichtig darauf. Warte 5-10 Minuten. Weiche den Fleck auf, bis du ihn fast ohne Druck abheben kannst.

Wische niemals mit Kraft. Spüle lieber mit viel Wasser nach. Wenn du den Kot entfernt hast, kontrolliere die Stelle. Ist der Lack matt? Dann hat die Säure schon gewirkt.

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Fleck geht nicht mehr weg?

Wenn die Säure eingebrannt ist, hilft oft nur noch eine professionelle Schleifpolitur.

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