Du hast dein Auto gewaschen, aber der Lack fühlt sich immer noch rau an wie Schmirgelpapier? Das sind Ablagerungen (Teer, Flugrost, Baumharz), die kein Shampoo der Welt entfernt. Hier kommt die Knete ins Spiel.

1. Der "Baggie Test"

Woher weißt du, ob du kneten musst? Nimm eine dünne Plastiktüte (Frühstücksbeutel) oder die Folie einer Zigarettenpackung. Stecke deine Hand hinein und streiche über den gewaschenen Lack.
Ergebnis: Du wirst plötzlich JEDES Sandkorn spüren, das mit bloßer Hand unsichtbar war. Wenn es rauscht und kratzt, musst du kneten.

2. Das Werkzeug

⚠️ WICHTIG

Wenn dir die Knete auf den Boden fällt: SOFORT WEGWERFEN! Sie hat jetzt Steinchen aufgenommen. Wenn du damit weiter knetest, zerstörst du deinen Lack.

3. Die Anwendung

Schritt 1: Forme die Knete zu einem flachen Taler.
Schritt 2: Sprühe den Lack satt mit Gleitmittel ein (ca. 40x40cm Bereich).
Schritt 3: Schiebe die Knete OHNE DRUCK über den nassen Lack hin und her. Du wirst hören, wie sie den Dreck "abhobelt".
Schritt 4: Wenn die Knete leise gleitet, ist der Lack glatt wie Glas.
Schritt 5: Falte die Knete durch, damit du immer eine saubere Seite hast.

Achtung: Kneten erzeugt oft ganz leichte Spuren ("Marring"). Deshalb solltest du danach idealerweise einmal kurz drüber polieren (zumindest mit einer Hochglanzpolitur).

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Lack glatt wie ein Spiegel?

Nach dem Kneten ist der perfekte Zeitpunkt für eine Politur & Versiegelung.

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